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Diskussion Holzdach Kulturhalle aus Querdielen

Stellungnahme des Berchinger Stadtrates Josef Neumeyer nach den Stellungnahmen des Architekten Kühnlein für und Zimmerermeister Josef Leidl gegen Querdielen als Holzdach.

Problematik Technik:
Bevor Stadtratskollege Josef Leidl im Stadtrat seine "ablehnende" Kalkulation vorgestellt hat,
hatte ich in meiner Stellungnahme im Stadtrat das Holzdach aus Querdielen auf der Kulturhalle bereits abgelehnt, da Holz an dieser Stelle technisch zu wenig haltbar ist.

Neben meinen eigenen technischen Verständnis befragte ich auch Holzexperten.
Einhelliger Tenor: Holz quer als Dach ist nicht haltbar!

Auf die Frage an den Architekten z.B.
wie die Längsstöße der Dachdielen ausgeführt werden sollten, wurde nicht eingegangen;
hier sorgt vermutlich die Kapillarwirkung an der exponierten Stelle eines Daches für ein schnelles altern des Holzes.

Zimmerermeister Leidl vorzuwerfen,
dass er an seinen Werkstoff Holz nicht glaubt, ist unqualifiziert;
vielmehr verdient er Anerkennung - und das macht einen guten Fachmann aus –,
wenn er die Grenzen seiner Zunft richtig einschätzen kann!

Ergänzend finde ich es technisch schlecht,
wenn die Kulturhalle ohne Dachüberstand ausgeführt werden soll;
Dachüberstand ist der einfachste Schutz einer Fassade.

Problematik Kosten:
Mir als Stadtrat liegen keine detaillierten Kostenberechnungen weder von Kühnlein (100T€) noch von Leidl (260T€) vor.

Jedoch macht die Stadt gerade wieder schlechte Erfahrungen mit der Kostenexplosion beim Abriss der Hotel-Post-Bauten am Sulzufer.

Der Gipfel ist, dass die Stadt dem Grundstückseigentümer vertraglich den Abriss bis April 2017 zusicherte und jetzt haben wir Juli 18.

Bürgermeister Eisenreich hat nach dem Kostendebakel Feuerwehrzentrum Besserung gelobt.
Nur Worthülsen – keine Taten.!
Hier für den Abriss ist auch das ausschreibende und betreuende Architekturbüro Kühnlein mitverantwortlich!

Problematik Nachhaltigkeit:
Und noch eine Anmerkung zur Qualität des Architekturbüros Kühnlein, 
das viele Aufträge von der Stadt Berching einfach ohne Wettbewerb erhält.

Wenn ich mich Recht erinnere,
wurde auch das Tourismusbüro erst unter Leitung des Architekten Kühlein teuerst saniert.

Im Energiegutachten 2016 von Prof. Brautsch - Teil Heizenergieverbrauch -
hat das Tourismusbüro die rote Laterne erhalten mit fast dem 3-fachen Verbrauch wie der Vergleichs-Mittelwert.

Nur auf eine fotogene Fassade zu schielen ist kein nachhaltiges Bauen!

Vielmehr sollten Dächer zur Energiegewinnung genutzt werden.

Hintergrundinfo: Die Menschheit schafft sich ab | Harald Lesch | SWR Tele-Akademie


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