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Berching Standortanalyse für die Schulen: warum ist das Gutachten nicht öffentlich - im Internet?

Warum ist keine Bürgerbeteiligung und offene Diskussion ermöglicht bei dem großen Zukunftsprojekt Schule?

Bei der letzten Stadtratssitzung vor mehr als 4 Wochen wurde das Gutachten "Analyse Schulstandorte Berching" vorgestellt.
Die Stadträte erhielten das zigtausend Euro teuere Gutachten erst als Vorlage zu Beginn der Sitzung auf den den Tisch.

Stadtrat Josef Neumeyer beantragte während der Sitzung, dass das von den Berchinger Bürgern bezahlte Gutachten zugänglich für die Bürger ins Internet gestellt wird; dies wurde zugesagt - leider kann ich dies bis dato dort nicht finden.So drängt sich der Verdacht auf, dass dies nur ein Gefälligkeitsgutachten ist, das eine Alibifuntion für eine Bürgerbeteiligung darstellt.

Vor 4 Jahren ist ein Bus voll Berchinger Stadträte und Bürger mit dem Verein "Gemeinsam für Berching" nach Weyarn gefahren um sich u.a.
vom dortigen ehemaligen Bürgermeister Pelzer die Methode "mit Bürgerbeteiligung gebaute Schule" erklären zu lassen.

Wir waren so begeistert, dass auf der Rückfahrt Bürgermeisterin Delacroix viele Teilnehmer ansprach,
ob diese an einer solchen Arbeitsgruppe mitarbeiten würden, was auf Zustimmung stieß.
Leider war der erste Bürgermeister nicht dabei; so verlief dieses Ansinnen im Sand.

Ich bitte die Berchinger Bürger die Veröffentlichung dieses Gutachten einzufordern!

Im Gutachten werden für so eine weitreichende Entscheidung über die Zukunft der Grund- und Mittelschule die Milleniumsaspekte nicht gewürdigt:
Ökonomisch, Ökologisch und Soziale Verträglich- und Nachhaltigkeit.

z.B. Es fehlt eine Analyse der Folgekosten: z.B. Bustransfer zu mehreren Standorten?
Ist es öklogisch sinnvoll, wenn die Busse jahrzehnte immer 2 km um die Stadt fahren müssen?
Nähe zum Heizwerk?
Ein Schulstandort nahe der Realschule wird als dezentral beschrieben im Vergleich zum jetzigen Standort, der als zentral bezeichnet wird.
Jedoch bei den Grundstückskosten wird der Wert an der Realschule mit dem fünffachen Wert angegeben im Vergleich mit dem Wert der einen Mio-Euro Grundstücksverwertung des alten Standorts nach dem Abbruch.
Auch wird die Belastung während einer langen Sanierungszeit nur in 640ooo Euro Containermiete gerechnet;
auf die Belastung von Schüler und Lehrer während der jahrelangen Bauzeit wird nicht eingegangen.

Bezüglich Holnstein werden die Vorzüge einer kleinen überschaubaren Schule hervorgehoben;
dies verkenne ich nicht.
Aber wäre es nicht eventuell auch sinnvoll im Rahmen einer Gleichbehandlung die Grund- und Mittelschule separat zu bauen;
damit alle Schüler die Vorzüge von mehr Überschaubarkeit genießen können.

Es gibt also für mich noch viele offene Fragen und Diskussionsbedarf;
jetzt kurzfristig auf Entscheidungseile zu drängen, wo wir für das magere Gefälligkeitsgutachten
mehr als eineinhalb Jahre warten mussten, ist für mich nicht akzeptabel.

- mit sonnigen Grüßen
Josef Neumeyer



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