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öffentliche Einwände als Energiereferent und Stellungnahme zu Irreführungen

Einwände als Energiereferent wegen mangelnder und irreführender Infos und nicht konstruktiver Zusammenarbeit des Bgm.; Stellungnahme von Stadtrat Josef Neumeyer:

Hallo Hr. Bgm Eisenreich und Kolleg.

Energiekonzept: Heizwerk – Liegenschaften Rathaus, Schule u. Europahalle.
Seit Monaten bitte ich um das Energiekonzept 2009 und die Daten der Eruierung des Energiekonzepts 2014;
leider ohne Erfolg bei der Stadt und bei Dr. Brautsch. Auf wiederholtes Bitten wurde das EnergiekonzeptBerching_2014 doch ins Internet gestellt.
www.berching.eu/erneuerbare-energien/ Energiekonzept_Berching_2014

Folgende Pkte sind aktuell:
7.1 Heizwerk für Liegenschaften Rathaus, Schule u. Europahalle
7.1.1 ... Vorannahme ....bestehende Anlagen gelten als vollständig abgeschrieben.
Fragen:
Kann die Stadt als „Letzt-Verbraucher“ hier überhaupt steuerlich abschreiben?
Welchen wirtschaftlichen Restwert haben die Heizungs-Anlagen noch bzw. in welchem Gebrauchszustand sind die einzelnen Anlagen, da ja nur von Annahme oben gesprochen wird?

Energiekonzept 2014: 7.2.4 Wärmebedarf
Wärmebedarf ermittelt ... aus Brennstoff und Nutzungsgrad.
Hier wird explizit darauf hingewiesen, dass es keine Detailplanung ersetzt.
Auch wird nur pauschal argumentiert und es folgt der Bedarf mit summarischer Jahresdauerlinie ohne Differenzierung nach Liegenschaften.

Für den kurzfristig eingebrachten Vertrag mit dem Heizwerk sollen diese Werte zugrunde gelegt werden. Jedoch wären für eine weitreichende vertragliche Vorentscheidung detailliertere Werte notwendig ; ich bitte um diese Werte!

Auffallend ist bei der Jahresdauerlinie im Energiekonzept, dass nur ca. 300h (14Tage) überhaupt mehr als 200kW Leistung in Summe im Jahr gebraucht werden, jedoch das 4,4fache d.h. 880kW an Leistung vorgehalten werden soll.
D.h. Messeinrichtungen, Wärmetauscher, Rohrleitungssystem durch/um die ganze Stadt (1km) und Spitzenlastkessel im Heizwerk sind entsprechend zu dimensionieren.

Für mich stellen sich hier folgende Überlegungen:
- Wenn schon die zweifelhaften hohe Verbrauche als gottgegeben hingenommen werden müssen/sollen, könnten nicht einige bestehende Heizungen noch die Spitzenlast abdecken?
- Besser: Bevor man so große Verpflichtungen in neue Heizsysteme tätigt sollten die Gebäude zuerst Wärme-saniert werden, um dann das System den „sanierten“ reduzierten Verbrauch anzupassen.

Es ist also für mich nicht die richtige Vorgehensweise! Zielorientiert und zukunftsweisend wäre:
Zuerst eine Bestandsaufnahme der Heizsysteme zu erstellen bzw. mitzuteilen und v.a. die auch im Energiekonzept angesprochene energetische Sanierung abzklären. Danach entscheiden wir.
Sollte wider meines Erwartens der SR kurzfristig entscheiden wollen ohne Abklärung, so sollte die Anschlussleistung wenigstens von den geplanten 880kW auf evtl. jetzt sinnvolle 200kW reduziert werden, da die Leistungsbereitstellung hier in der Fernwärme sehr teuer ist!

Am 8.Okt. war im Rahmen der Klimawerkstätten im Landratsamt ein Fachvortrag:"Wärmelieferverträge Grundlagen und Fallstricke";
leider konnte ich keinen Teilnehmer bzgl. für des Berchinger Projekt erkennen obwohl bei das Thema aktuell ansteht.


Klinikaufenthalt des Bgm Eisenreich - Führungsverhalten

Ich hoffe, der Bgm hat sich im Klinikaufenthalt gut erholt.
Die Stadt braucht einen Bürgermeister mit Arbeitsmoral und v.a. ehrlichem Charakter.

Anstatt einen Bgm der den Stadtrat irreführt wie in der letzten Zeit.

- Der Bgm. behauptet den ehem. Generalkonservator Greipl das ISEK 2011 vorgestellt zu haben, das dieser zustimmend zur Kenntnis genommen habe;
Dr. Greipl widersprach per eMail; der Bgm. behauptet daraufhin, Greipl habe es vergessen;
bis Bgmin Fr. Delacroix erklärt, 2011 gab es noch keine konkreten ISEK Projekte.

- Fr. Hollweck, Energiereferentin fragte in der SR-Sitzung (30.9.) nach neuem bezgl. Energiekonzept-Heizwerk;
der Bgm stellte fest, dass derzeit an einem Angebot gearbeitet wird.
Jetzt liegt ein Schreiben mit Angebot vom 20.9. vor (eingegangen am 22.9); das passt nicht zusammen!
Kurzfristig soll der Stadtrat jetzt in der nächsten nichtöffentlichen Sitzung Vorverträge beschließen,
die mir freundlicherweise auf Nachfrage vor ein paar Tagen von der Verwaltung zugänglich gemacht wurden.
Im Beschlussvorschlag, der dem Stadtrat vorliegt wird nur auf die Investitonssumme eingegangen wie im Energiekonzept;
jedoch steht in den Vorverträgen auch die Verpflichtung von der überdimensionierten Leistungsbereitstellung, die der Stadt in den nächsten Jahren Hunderttausende kostet, auch wenn weniger gebraucht wird wie grob im Energiekonzept in der Vergangenheit vermutet und ohne Energieeinsparung und -sanierung in den Liegenschaften.
Der Bgm führt den Stadtrat mit unvollständigen Informationen.
Notwendig wäre die Energiereferenten mit einzubeziehen statt zu ignorieren; auf den blosen Titel kann ich verzichten.

- Vorgegebener Klinikaufenthalt des Bgm: unvorteilhaft ausgedrückt:
eine Kombi-Wellness-Woche während der Arbeitszeit und auf Kosten der Bürger - nicht der Krankenkasse!
Der Bgm hat den Stadtrat und die Öffentlichkeit über diesen Sachverhalt irregeführt!
(P.S.: dem Wistleblower sei gedankt für die Aufdeckung)

- weiteres Beispiel: Problematik Leiter des technischen Bauamts: Fr. Dr. Wagner scheiterte u.a. am Zurückhalten von Herrschaftswissen im Rathaus; im Stadtrat wurde ihr nicht mal vor der Kündigung Gehör geschenkt. Und als Stadtrat, der inzwischen den Charakter des Bgm kennt, würde ich ebenso auch den Posten vorüberziehen lassen wie manch anderer.

Fazit: wir haben z.Zt. einen Bgm, der fachlich und charakterlich nicht für die Führung einer Gemeinde geeignet ist, denn ohne mehr Aufrichtigkeit gibt es kein vernünftiges arbeiten!
Es geht um unsere Zukunft in Berching!


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